Bücher sind die besseren Serien

Ich habe im vergangenen Jahr 91 Bücher gelesen.

Mir war schon klar, dass ich relativ viel lese – aber richtig bewusst geworden ist es mir erst angesichts der Challenge einiger meiner Freunde und Bekannten auf Facebook, die, Mark Zuckerberg sei Dank, 2016 jeden Monat ein Buch lesen möchten. Als Herausforderung quasi, damit sie wieder mehr lesen. Das find ich super, aber gleichzeitig ist mir bewusst geworden, wie wenig scheinbar gelesen wird (ich glaube durchschnittlich 5 Bücher pro Jahr liest jeder Mensch?) und wieviel Zeit ich damit verbringe, eben das zu tun.

Ich war nie eine große Fernseherin und werd heute noch ausgelacht, wenn ich 10 Jahre zu spät anfange, „Dr. House“ auf Netflix zu schauen. „Lost“? Hab ich vor kurzem irgendwann mal angefangen, hat aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Prison Break? Downton Abbey? Nope. Mir ist das relativ wurscht. Das ist vermutlich auch eine Kulturlücke, aber ich hab’s halt eher mit Büchern.

Als ich ein Kind war, ist meine Mama mit meiner Schwester und mir immer in die Städtische Bücherei gegangen. Da durften wir uns immer Bücher ausborgen – zuerst Bilderbücher, später Kinderbücher à la Knickerbocker Bande, Märchenmond und Co. Dafür bin ich meiner Mama bis heute sehr dankbar, sie hatte so einen selbstverständlichen Umgang mit dem Lesen, das war einfach immer die Freizeitbeschäftigung Nummer Eins bei uns (vermutlich bin ich deshalb auch keine Ballerina geworden. Man kann nicht alles haben).

Die Matura hab ich geschafft, obwohl ich jeden Nachmittag beim Thalia (damals hieß der noch Amadeus!) Wien Mitte in irgendwelchen Büchern geblättert hab. Thematisch interessieren mich u.a.:  Klassiker (Jane Austen), Krimis (Jo Nesbo), Romane (Murakami, Zeh & Irving) Biografien (Wagner), Bücher über Musik (v.a. Punk), Politik (Rechtsextremismus) und Medien (Kapu?ci?ski). Ich hab mich durch Harry Potter gewühlt, bei der Lektüre von „Feuchtgebiete“ den Kopf geschüttelt  und es mit Twilight probiert – nur bei Shades of Grey hab ich aufgegeben, das war mir dann doch zu blöd. Ich bin eine von jenen Menschen, die sich, nachdem sie einen guten Film gesehen haben, sofort zwei Bücher zu dem jeweiligen Thema kaufen. Oder sich zuerst durch das Buch wühlen, bevor sie sich den Film überhaupt erst ansehen.

Was ich mit dem ganzen Geschreibsel sagen möchte: Lest mehr Bücher <3 Lesen ist super. Die schönsten beiden Stunden der Woche sind die, wenn ich Sonntagfrüh im Lesesessel am Fenster sitze, die Katze auf dem Schoß, eine Tasse Tee neben mir und ein Buch in der Hand. Es gibt nichts Besseres. (Na gut, ein Stück Cheesecake dazu vielleicht)

Auf meiner Must-Read-Liste für dieses Jahr stehen Charles Dickens‘ „Große Erwartungen“, die Ärzte-Biografie (zum wiederholten Male) und ein paar Bücher über Selbstständigkeit. Und auf eurer?

 

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