Jänner, du Doofie.

Es hat ja eh drei Wochen angedauert. Dieses Gefühl von „Es ist alles super, ich bin ur gelassen und gut drauf und überhaupt wird alles ganz, ganz toll.“ Tja. Und dann steht man da und will in der Früh nichts machen. Stattdessen liegenbleiben und nur aufstehen, um sich Schokolade aus der Küche zu holen. Losheulen, wenn jemand nicht nachfragt, wie’s geht. Und überhaupt alles hinschmeißen und neu anfangen, irgendwo am anderen Ende der Welt. Wenn man die Energie aufbringen würde, um das durchzuziehen.

Jänner, du bist ein doofer Stinkefurz. Man ist so voller Ideen und dann fängt die erste Woche an, in der alle wieder da sind und der Alltagstrott beginnt und – bäm. Ist dann doch nicht alles so einfach. Der Jänner scheint einem überdurchschnittlich viel Energie abzuverlangen. Ivy hat mich auf diesen Artikel aufmerksam gemacht, und ich hab noch großspurig gemeint pah, eh alles leiwand – aber so leiwand ist es jetzt doch nicht.

Vielleicht ist es einfach dieser Gegensatz zum Weihnachtswohlfühlmodus. Diese herrlichen beiden Wochen im Jahr, während derer irgendjemand scheinbar auf Pause gedrückt hat und einfach die Luft raus ist. Hach. Wenn nichts zählt außer der 3. Runde „Siedler von Catan“ oder der Frage, ob noch Vanillekipferl da sind. Es wär vermutlich eh langweilig auf Dauer, aber es reißt einen dann schon ziemlich plötzlich raus aus der Ruhe, wenn alle um einen herum wieder beginnen, herumzuwuseln. Dabei wusle ich eigentlich auch sehr gerne rum.

Es wird wieder besser, ich weiß es eh. Die nächste Woche wird noch besonders hart. Aber dann geht’s bestimmt wieder. Und was mich ja ehrlich freut: dass einige Menschen in meiner Umgebung sich meinen hochmotivierten Beitrag zum Thema „Einfach machen“ zu Herzen genommen haben. Projekte begonnen haben. Aufgeschobene Dinge endlich erledigt haben. Das freut schon sehr.

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