Gedanken zur re:publica

Gedanken zur re:publica

Vergangene Woche durfte ich dank kununu zur Internet-Konferenz re:publica nach Berlin fliegen und mir dort einige Vorträge anhören, Berlin genießen und mit vielen spannenden Menschen sprechen.

Nachdem in den letzten Tagen jede Menge Reviews und Meinungen zur re:publica veröffentlicht wurden, beschränke ich mich aufs Wesentliche und werde an dieser Stelle lediglich die erwähnenswerten Pros und Contras nennen.

+ Die Vorträge waren bis auf wenige Ausnahmen spannend und abwechslungsreich; Highlights waren sicherlich Sascha Lobos „Stand des Internet 2012“ und The Sandworms & digioms „Der wandelnde Computer-User“. Bei letzterem wurde der „Tweet Cemetery“ vorgestellt, den ich jedem empfehlen möchte, der heimlich Aggressionen hegt und seine Entgleisungen dann doch lieber nicht öffentlich twittern möchte.

+ Die Location war (trotz Schienenersatzverkehr) super zu erreichen und von der Größe her optimal; die angebotene Verköstigung war ebenfalls ausreichend und zu humanen Preisen erhältlich

+ Es ist wirklich unglaublich, mit wie vielen spannenden Menschen man ins Gespräch kommt. Man bekommt sofort Lust, drei neue Projekte zu starten und die Welt zu verändern.

– Es wurde eh schon überall geschrieben: Die Sache mit dem WLAN. Man kann im Grunde nur den Kopf schütteln. Sehr, sehr ärgerlich, immerhin hatte man ja vor, von der re:publica aus zu twittern und vielleicht auch gleich zu bloggen, stattdessen musste man sich gedulden, bis man wieder im Hotel war um Tweets, Fotos und Posts loszuwerden.

– Menschen sind widerlich, auch auf der re:publica. So fein es ist, neue Leute kennenzulernen und auch mit alten Bekannten zu sprechen – es ist unfassbar, wie sehr manche Menschen von sich selbst überzeugt sind, ihr re:publica-Bändchen zur Schau stellen mit einem „Ich bin wichtig“-Gesicht und schamlos Argumente aus Vorträgen zu klauen, als wären es schon immer die eigenen Gedanken gewesen. Ein bisschen weniger Selbstverherrlichung würde manchmal ganz gut tun.

Alles in allem war’s jedoch sehr fein – vielleicht lässt man mich ja auch nächstes Jahr wieder dabei sein.

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